Einweg-Plastik-Produkte verbieten

Die Plastiksuppe wächst weiter und wenn wir so weitermachen, wird es 2050 mehr Plastik als Fisch in unseren Ozeanen geben. Wir sollten dies nicht zulassen, und deshalb verbietet die Europäische Kommission jetzt Einweg-Plastik-Produkte.

Plastiksuppe

Wegen all der Verschwendung, die wir in den Straßen wegwerfen, den Fischnetzen, die in den Ozeanen zurückgelassen wurden, dem Waschen von synthetischer Kleidung und dem Putzen unserer Zähne nimmt die Menge an Plastik in unseren Meeren und Ozeanen immer mehr zu. All das Plastik zusammen wird auch als Plastiksuppe bezeichnet und ist, da Plastik nicht verdaulich ist, für viele Tiere tödlich. Im März dieses Jahres wurde deutlich, dass diese Plastiksuppe noch größer ist, als man dachte: Nach Forschungen im Pazifik entdeckten Wissenschaftler, dass viermal so viel Plastik im Ozean schwebt als erwartet und dass allein im Pazifik bereits 80.000 Tonnen Plastik.

Auf dem Weg zu den Meeren und Ozeanen entnimmt der Plastik allerlei Giftstoffe aus unseren Abwasserkanälen und verschmutzten Gebieten. Darüber hinaus zerfällt Plastik aufgrund von Verwitterung, Sonnenlicht und Wellen in kleinere Stücke, in denen giftige Substanzen aus dem Plastik freigesetzt werden können. Viele Meeresbewohner sehen dann den Plastik als Nahrung und auf diese Weise gelangen die Giftstoffe in unsere Nahrungskette. Da 72% der Erdoberfläche aus Ozeanen besteht und diese Ozeane nicht nur unsere größten Sauerstofflieferanten, sondern auch die Hauptnahrungsquelle für die Hälfte der Weltbevölkerung darstellen, ist diese Plastiksuppe ein großes Problem.

Maßnahmen

The Ocean Clean Up wird dieses Jahr mit der Reinigung der Plastiksuppe beginnen und denkt, dass sie etwa 90 Prozent des Plastiks im Pazifischen Ozean entfernen können. Wir müssen nicht nur die Meere und Ozeane reinigen, sondern auch verhindern, dass so viel Plastik ins Wasser gelangt. Zu diesem Thema hat die Europäische Kommission nachgedacht und in dieser Woche ein Gesetz zum Verbot von Einweg-Plastik-Produkte vorgelegt.

Wegwerfbare Plastikteller und Besteck, Strohhalme und Wattestäbchen sind verboten und Beschränkungen gelten für andere Einwegprodukte aus Plastik. Zum Beispiel müssen die Plastikbecher und die Verwendung von Plastikschalen durch Imbissbuden, Imbissriegel und Fast-Food-Ketten auf ein wesentliches Maß reduziert werden. Mit dieser Gesetzesvorlage erwartet die Europäische Kommission, dass Unternehmen nachhaltigere Alternativen und den bewussten Einsatz von Plastik nutzen.

Wählen Sie nachhaltig

Nicht nur die Europäische Kommission macht sich Sorgen um die Zukunft unseres Planeten, auch der Verbraucher misst der Nachhaltigkeit mehr und mehr Wert bei, was das Kaufverhalten der Verbraucher immer stärker beeinflusst. Darüber hinaus benötigt der Verbraucher ehrliche und klare Informationen. Mithilfe von Etiketten und Kampagnen können die Verbraucher bei der Auswahl nachhaltigerer Produkte und bei der richtigen Trennung von Abfällen unterstützt werden. Stellen Sie deshalb sicher, dass Ihre Produkte hervorstechen und mit Hilfe des Labels deutlich machen, warum der Konsument Ihr Produkt wählen muss.


Quelle: plasticsoupfoundation.org, nos.nl, volkskrant.nl


Teile diese Seite

Kontaktieren Sie uns

Kontakt